FAQ

Was ist ein Antigentest?

Ein Antigentest erkennt in kurzer Zeit (15-20min) Virusbestandteile und kann eine im Moment bestehende Infektion nachweisen. Der Antigentest wird aber erst positiv, wenn eine ausreichende Menge an Viruspartikel im Nasen-Rachenraum ( ab 100.0000 Viruspartikel) vorliegt. Aber genau in diesem Bereich ist eine infizierte Person besonders ansteckend. Ein negativer Test sagt somit nicht 100%ig aus, dass keine Infektion vorliegt, man kann aber davon ausgehen, dass im Moment keine hohe Infektionsgefahr besteht. Auf die üblichen Hygienemaßnahmen und Schutzmaßnahmen kann daher auch bei einem negativen Test nicht verzichtet werden.

Wofür eignet sich der Antigentest?

Der Antigentest ist eine hervorragende Testmethode zur raschen Identifizierung zum Zeitpunkt des Tests besonders ansteckende Personen. Durch sein schnelles Ergebnis und den geringen Kosten ist er besonders sinnvoll wenn er kurz vor jeglichen Treffen mit Personen anderer Haushalte durchgeführt wird.

Was ist ein Antigen – Selbsttest?

Der Antigen – Selbsttest ist zugelassen für die Abnahme im vorderen Nasenbereich zur eigenständigen Verwendung. Um den Test durchzuführen ist kein medizinisches Personal notwendig.

Welche Bedingungen muss ein Selbsttest erfüllen?

Der Test muss eine CE-Zertifizierung aufweisen und somit europaweit zugelassen sein und eine Sensitivität von über 90% und Spezifität von über 97% aufweisen.

Je nach Land sind jedoch eigene Zulassungsrichtlinien und Zulassungslisten zu beachten die sich durch Entwicklung neuer Tests, ständiger Überprüfung durch wissenschaftliche Institute oder Gesetzesänderungen durch Änderungen in der Teststrategie laufend ändern.

Was muss man bei einem Selbsttest unbedingt beachten um ein möglichst korrektes Ergebnis zu erhalten?

Gehen sie beim Testen genau nach Gebrauchsanweisung vor. Ein zu wenig tiefes Einführen des Wattestäbchens in die Nase erhöht die falsch negativen Testergebnisse, da im unteren Nasenbereich eventuell zu wenig Viren sind und somit nicht erwischt werden. Beachten sie auch die in der Gebrauchsanweisung angegebene Lagerungstemperatur (meist zwischen 2-30 Grad) und Betriebstemperatur (Zimmertemperatur) des Tests.

Ein zu kalter Test kann die Reaktion des Testkits verzögern oder verhindern.

Können Antigentests PCR- Tests ersetzen?

Nein. PCR-Tests sind wesentlich sicherer da sie schon Virusbestandteile ab einer Viruszahl von 500 nachweisen können. Da die Schnelligkeit und einfache Handhabung des Antigentests einen ganz wertvollen Beitrag zur raschen und breiten Aufdeckung von Infektionen in der Bevölkerung ermöglicht, sind sie aber eine sehr sinnvolle Alternative. Vor einem Treffen mit Risikopatienten raten wir dennoch zu einem PCR Test.

Warum gelten die Antigen – Selbsttests nicht als sog. „Eintrittstest“?

Die korrekte Durchführung des Tests ist wichtig um die Fehlerquote der Tests zu verringern. Die Erkennungsrate von bestehenden Infektionen würde sich bei einem nicht korrekt abgenommener Test stark verringern.

Warum einen Antigen – Selbsttest verwenden?

Sicherer ist selbstverständlich die Durchführung eines PCR – Tests oder ein durch geschultes Personal abgenommener Antigentest.  Durch seine einfache Handhabung und rasche Verfügbarkeit ist der Antigen – Selbsttest aber die beste Alternative zu „Wird schon nichts passieren!“.

Wann und warum soll ich mich selbst testen?

Der Selbsttests ist einfach durchführbar, leicht zugängig und das Ergebnis ist rasch verfügbar.

Er dient vor allem Personen ohne Symptome zur Eigeninformation um z.B. vor Familientreffen eine asymptomatische Covidinfektion nicht weiterzutragen.

Da der Selbsttest erst ab einer gewissen Viruslast positiv wird sollte er möglichst unmittelbar vor dem geplanten Ereignis frühestens aber am Vortag durchgeführt werden.

Der Antigen – Selbsttest ist eine Momentaufnahme und sollte auf keinen Fall älter als 48h sein.  Geringe noch nicht nachweisbare Mengen von Virus können sich innerhalb von 48h exponentiell vermehren und eine asymptomatische Person kann in der Zwischenzeit durchaus ansteckend geworden sein.

Insbesondere für Treffen mit Angehörigen einer Risikogruppe sollten aber trotz negativem Testergebnis auf die üblichen Schutzmaßnahmen (Abstand, Händedesinfektion und FFP2 Masken) nicht verzichtet werden.

Worauf muss ich beim Kauf von Antigen – Selbsttests achten?

Täglich findet man mehr und mehr Anbieter von Selbsttests im Internet. Darunter finden sich leider auch immer mehr Fälschungen. Achten sie beim Angebot auf Qualitätsmerkmale, wie der CE Kennzeichnung, der Originalbeschreibung des Herstellers und der Angaben der Sensitivität und Spezifität des Tests.

Wer darf Antigen-Schnelltests durchführen?

Jede Privatperson darf Ag-Schnelltests die für den Selbsttest zugelassen sind und CE zertifiziert sind selbständig durchführen. Dabei ist unbedingt auf die korrekte Durchführung zu achten und der Bedienungsanleitung genau zu folgen.

Ein negatives Ergebnis sagt aus, dass sie zum Zeitpunkt der Testdurchführung zu 97-99% nicht mit Coronaviren infiziert sind und, sollten sie doch bereits SARS-CoV2 Viren in sich tragen, zumindest an diesem Tag kaum ansteckend sind.

Daher eignen sich die Antigen-Schnelltests besonders gut für Treffen in der Familie oder Zusammenkünfte größerer Gruppen um rasch potentiell ansteckende Personen herauszufinden.

Sollte der Corona Test positiv ausfallen, sind sie verpflichtet sofort eine Meldung an die Gesundheitsbehörden zu machen, sich in Selbstquarantäne zu begeben und den Anweisungen der Behörden zu folgen.

Schnelltests im Rahmen einer betrieblichen Testung dürfen nur durch medizinisch geschulte Personen (z.B. im ärztlichen Dienst, Pflege- oder Sanitätsdienst) durchgeführt werden. Prinzipiell dürfen alle Antigen-Tests verwendet werden, die eine CE Zertifizierung aufweisen, wobei der Nasen-Rachen-Abstrich den Goldstandard bildet. Der vordere Nasenabstrich („Wohnzimmertest“) soll nur dann verwendet werden, wenn medizinische Kontraindikation oder andere Gründe vorliegen, die einem Nasenabstrich oder Rachenabstrich entgegenstehen.

Welche Antigen – Schnelltests können verwendet werden?

Sowohl zur Selbsttestung als auch zur betrieblichen Testung dürfen nur Antigen-Tests verwendet werden, die eine CE Zertifizierung aufweisen.

Seitens der österreichischen Bundesregierung wird empfohlen Tests mit einer Sensitivität von über 90% und einer Spezifität von über 97% zu verwenden.

In Deutschland muss der Test auf der Liste des BfArM gelistet sein.

Als Goldstandard gilt der Nasen – Rachenabstrich. Als Selbsttest ist nur der vordere Nasenabstrichtest zugelassen. Für Firmentestungen soll der vordere Nasenabstrich („Wohnzimmertest“) nur dann verwendet werden, wenn medizinische Kontraindikation oder andere Gründe vorliegen, die einem oberen Nasenabstrich oder Rachenabstrich entgegenstehen.

Mein Antigen – Schnelltest ist positiv, was muss ich tun?

Ein positives Testergebnis muss, da es auch falsch positive Ergebnisse gibt, durch einen PCR-Test überprüft werden. Begeben sie sich sofort in Selbstquarantäne, benützen sie keine öffentlichen Verkehrsmittel und kontaktieren Sie in diesem Fall die Gesundheitshotline 1450. Das weitere Vorgehen wird Ihnen von den zuständigen Behörden mitgeteilt.

Wie zuverlässig ist ein Antigen – Schnelltest?

Ein negatives Ergebnis ist bei Symptomfreiheit und ohne Hinweise auf Kontakte mit infizierten Personen zu 99% richtig. Ein positives Ergebnis bei Symptomfreiheit und ohne Hinweise auf Kontakte ist jedoch nur in 1/3 bis 2/3 der Fälle wirklich positiv und muss daher mittels eines PCR-Tests überprüft werden.

Sollten sie sich krank fühlen oder haben sie Kontakt mit einer infizierten Person gehabt und der Schnelltest ist positiv, ist die Wahrscheinlichkeit selbst infiziert zu sein sehr hoch (82-95%). Ist der Test unter diesen Umständen negativ sind sie zu 91-98% auch wirklich nicht infiziert.

Was ist bei Antigentests zur Eigenanwendung (Selbsttestung) zu beachten?

Gehen sie beim Testen genau nach Gebrauchsanweisung vor. Ein zu wenig tiefes Einführen des Wattestäbchens in die Nase erhöht die falsch negativen Testergebnisse, da im unteren Nasenbereich eventuell zu wenig Viren sind und somit nicht erwischt werden. Beachten sie auch die in der Gebrauchsanweisung angegebene Lagerungstemperatur (meist zwischen 2-30 Grad) und Betriebstemperatur (Zimmertemperatur) des Tests.

Ein zu kalter Test kann die Reaktion des Testkits verzögern oder verhindern.

Ist der Abstrich schmerzhaft? Kann man sich beim Selbsttesten verletzen?

Nein, der Nasenabstrich ist nicht schmerzhaft und verursacht keine Verletzungen. Evtl. spürt man beim Nasenabstrich ein für manche unangenehmes Kitzeln ähnlich aber milder als würde einem Wasser in die Nase laufen. Manche beschreiben einen darauffolgenden Niesreiz, der aber schnell wieder vergeht. Bei sehr trockener und empfindlicher Nasenschleimhaut können unter Umständen leichte Blutspuren am Wattestäbchen sein, die aber das Testergebnis nicht beeinflussen.

Funktionieren Antigentests auch bei Virusmutationen?

Die Veränderungen der Viren finden zur Zeit im sogenannten Spike-Protein (Stacheleiweiß) statt. Mit diesem Protein docken die Viren an die menschliche Zelle an. Die Tests erfassen aber andere Proteine des Virus, die Nukleokapsid – Proteine. Veränderungen in diesem Protein wurden bis dato in den Mutationen noch nicht festgestellt und wird seitens der Wissenschaft laufend untersucht.

Warum verändern sich (mutieren) Viren?

Viren können nur in fremden Zellen überleben. Sie brauchen den Funktionsapparat einer Zelle um sich selbst fortpflanzen zu können. Meist zufällig entstehen dabei bei der Herstellung des Virusgenoms Fehler. Manche Fehler sind für das Virus nachteilig und sie setzen sich in der Umwelt nicht durch, manche aber leider auch zum Vorteil. Die derzeitigen Mutationen können entweder besser in die menschliche Zelle eindringen oder können gar gegen bestehende Antikörper vorgehen. Je öfter sich die Viren mit dem neuen Vorteil vermehren können umso mehr verdrängen sie die „schwächeren“ Viren. Im Sinne der Evolution übernimmt sozusagen der Stärkere die Macht.

Aus diesem Grund sind solange weltweit die Impfungen noch nicht ausreichend stattgefunden haben strenge Schutzmaßnahmen die einzige Möglichkeit diesen Virenveränderungen Einhalt zu gebieten. Je öfter und je mehr sich die Viren fortpflanzen können, umso mehr Mutationen werden auftreten.

Was bedeutet C und T auf dem Testkit?

C bedeutet „Control“. Dieser Streifen zeigt an, ob der Test richtig durchgeführt wurde. Färbt sich der C-Streifen nicht an, ist der Test ungültig.

T ist die Testlinie und zeigt das Ergebnis an. Färbt sich der T Streifen nicht an ist der Test negativ. Färbt sich der Teststreifen an – wenn auch nur ganz schwach – ist der Test positiv.

Was bedeutet Spezifität und Sensitivität eines Tests?

Sensitivität und Spezifität geben die Funktionalität eines diagnostischen Tests an.

Die Sensitivität gibt an zu wie viel Prozent der Test bei tatsächlich infizierten Personen die Krankheit auch erkennt. Je höher die Sensitivität eines Tests ist, desto besser erkennt er Infektionen der Testperson und desto niedriger sind die falsch positiven Ergebnisse.

Die Spezifität eines Tests gibt an wie viele tatsächlich Gesunde im Test ein negatives Ergebnis zeigen und somit als gesund erkannt werden. Je höher die Spezifität umso weniger falsch negative Testergebnisse sind zu erwarten.

Was bedeutet der CT – Wert bei einem positiven PCR Testergebnis?

Durch den PCR-Test wird virales RNA – Erbguts nachgewiesen. Das Vorhandensein viraler SARS CoV 2 RNA gilt als sicherer Nachweis einer Infektion.

Da aber sehr kleine Mengen von Virus nicht sofort nachweisbar sind, bedient man sich beim PCR – Test eines bestimmten Verfahrens (Polymerase-Kettenreaktion – Polymerase Chain Reaction) um das Virus zu vervielfältigen.

Je öfter die virale RNA vervielfältigt werden muss um dann letztendlich gemessen werden zu können umso höher wird der CT Wert (Cycle-threshold-Wert). Das heißt, je geringer die Viruskonzentration der Testperson umso öfter muss vervielfältigt werden und umso höher der CT Wert. Je höher der CT Wert desto geringer ist die Virusmenge der Testperson und umso geringer ist die Gefahr ansteckend zu sein.